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Drucken - Exportieren - Messen - Kartenmaßstab

Wie ermittle ich die Größe eines Flurstücks (Grundstücks)?

Laden Sie sich zunächst den Kartendienst Flurstücke und Gemarkungen in Ihre Karteansicht. Am schnellsten geht das über die Themenkarten auf der Startseite des Geoportals.

Durch Klick auf "Flurstücke und Gemarkungen" startet der Kartenviewer. Navigieren Sie zu dem entsprechenden Flurstück. ( Wie Sie nach einer Straße und Hausnummer bzw. einer Flurstücksnummer suchen können finden Sie auf unseren Hilfeseiten.) Bitte beachten Sie, dass der minimale Bildmaßstab 1:20.000 beträgt. Danach werden die Flurstücke nicht mehr in der Karte dargestellt.

Klicken Sie anschließend mit der Maus in das Flurstück. Die Auswahl einer Funktion oder eines Werkzeuges ist dabei nicht erforderlich. In einem neuen Fenster werden Ihnen Sachinformationen zum Flurstück angezeigt, die aus den Angaben im Liegenschaftskataster abgeleitet wurden. Dazu gehört auch die Fläche des Flurstückes in Quadratmetern. Die angezeigte Fläche ist identisch mit der amtlichen Fläche des Liegenschaftskatasters bzw. des Grundbuches, hat aber keinen amtlichen Nachweischarakter. Ausführliche Informationen zu amtlichen Nachweisen aus dem Liegenschaftskataster finden Sie hier.

 

Über das Messwerkzeug können Sie auch die grafische Fläche ermitteln. Der ermittelte Wert hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab (Bildmaßstab, Treffsicherheit, Koordinatensystem,...) und besitzt daher nur informativen Charakter (nicht amtlich).

Kann ich im Geoportal eine Liegenschaftskarte (Flurkarte) ausdrucken und wie genau ist diese?

Aus dem Geoportal können keine amtlichen Liegenschaftskarten erzeugt werden. Dazu sind besondere Befugnisse erforderlich. Amtliche Liegenschaftskarten können Sie in den Geschäftsstellen der unteren Vermessungsbehörden, des GeoSN oder auch bei einzelnen öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren erhalten.

Zu Übersichtzwecken können Sie sich die Flurstücksgrenzen im Kartenviewer hinzu laden (zum Beispiel über den Karteninhalt, Thema Verwaltung), mit verschiedenen Karten oder Luftbildern kombinieren und über die Druckfunktion auch ausdrucken. Angaben zur Genauigkeit und rechtlichen Situation können hierbei nicht abgeleitet werden, da die Daten des Liegenschaftskatasters sich nach Zeitpunkt, Herkunft und Erfassungsmethode unterscheiden. Auskünfte dieser Art erteilen Ihnen die unteren Vermessungsbehörden.

Darf ich eine ausgedruckte Karte mit Flurstücksgrenzen als „offizielle“ Liegenschaftskarte verwenden?

Die Antwort lautet: Nein.

Liegenschaftskarten mit rechtlichem Bestand erhalten Sie nur im GeoSN, in den Vermessungsämtern der Landkreise und Kreisfreien Städte sowie bei Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren, die dafür die Berechtigung erworben haben.

Die Grundlage für die Darstellung der Flurstücksgrenzen im Geoportal Sachen bilden Liegenschafskatasterdaten, die von den unteren Vermessungsbehörden erfasst und ständig aktualisiert werden. Aus dem Geoportal ausgedruckte Karten mit Flurstücksgrenzen, insbesondere in Verbindung mit anderen Karteninhalten, besitzen daher nur Übersichtscharakter.

Wie kann ich georeferenzierte Karten aus dem Geoportal herunterladen?

Im Kartenviewer des Geoportals können über die Export- bzw. Druckfunktion PDF-Dokumente (GeoPDF) erzeugt werden. Diese sind georeferenziert und können in Anwendungen wie z. B. QGIS eingebunden und bearbeitet werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, diese PDF-Dokumente im Acrobat Reader anzuschauen und die dort aufgeführten GIS-Funktionalitäten nachzunutzen. Der Vorteil dieser Lösung ist, dass die im Kartenviewer verschiedenen Geodaten kombiniert und in einem georeferenzierten Bild abgespeichert werden können.

Darüber hinaus besteht in GIS-Programmen die Möglichkeit Geodatendienste im Format OGC-WMS einzubinden.

Warum sind exportierte Karten, die in Microsoft-Programmen eingefügt wurden, oft stark verpixelt?

Mit Hilfe der Export-Funktion im Kartenviewers können Karten exportiert, auf der lokalen Festplatte gespeichert und anschließend in anderen Programmen weiter verwendet werden. Nutzer berichteten uns, dass bei der Übernahme einer Bilddatei in Excel das Kartenbild im Anschluss stark verpixelt wurde und Kartenschriften nicht mehr lesbar waren. Der Effekt titt in allen Microsoft-Prorammen wie Word, PowerPoint und Projekt auf. Die Ursache liegt hier in den Standardeinstellungen der Programme, die vorsieht, bei der Übernahme der Bilder aus Dateien diese zu komprimieren. In Excel 16 bspw. finden Sie diese Einstellung unter Datei --> Optionen --> Erweitert --> Bildgröße und -qualität. Setzen Sie vor Bilder in Datei nicht komprimieren das Häkchen und speichern Sie die Einstellung über den OK-Button.

Alternativ können Sie die exportierte Karte mit einem beliebigen Bildbetrachtungsprogramm öffnen und über die Tastenkombination "Strg+a" das Bild auswählen, mit "Strg+v" kopieren und mittels "Strg+c" in das jeweilige Programm einfügen. Da hier das Einfügen über die Zwischenablage erfolgt spielen die Standardoptionen keine Rolle.

Weitere Hinweise finden Sie auf der Support-Seite von Microsoft.

Warum werden keine runden Maßstabszahlen angeboten?

Vielleicht wundern Sie sich, dass die Maßstabszahlen, die im Kartenviewer auswählbar sind, keine runden Zahlen sind. Dies hat technische Gründe: Bei den Hintergrundkarten handelt sich um sogenannte WMTS (Web Map Tile Service), bei denen die Kartenbilder als fertige Bilddateien in festen Maßstabsstufen vorliegen. So geht das Laden der Karten schneller, da der Bildausschnitt nicht für jeden vom Nutzer eingestellten Maßstab neu berechnet werden muss.

Die Hintergrundkarten werden nach Vorgaben gemäß dem internationalen OGC WMTS Standard erstellt (nähere Informationen zum WMTS-Standard siehe http://www.opengeospatial.org/standards/wmts), der diese Maßstabsstufen vorsieht. Die Einhaltung der Maßstabsstufen ist erforderlich, damit diese Kartendienste auch auf Ebene der Bundesrepublik Deutschland sowie der Europäischen Union (gemäß EU INSPIRE-Richtlinie) kompatibel und einsatzfähig sind.

Besonderheiten beim Drucken unter Verwendung von WMS-Kartendiensten

Für eine Optimierung der Kartenansicht am Bildschirm und Übertragung im Netz wird der WMS-Standard genutzt. Das bedeutet, es werden alle erzeugten Bilddateien mit einer Auflösung von 96 DPI (bzw. früher 72 DPI) abgegeben. Die verfügbare Auflösung kann bei einem WMS in der Version 1.3.0 in den Eigenschaften des Kartendienstes (Capabilities) ermittelt werden. Die Capabilities des WMS DOP-RGB können Sie z. B. über folgende Internet-Adresse abrufen:

https://geodienste.sachsen.de/wms_geosn_dop-rgb/guest?REQUEST=GetCapabilities&SERVICE=wms.

Die Angabe der Auflösung erfolgt in den Elementen MaxWidth und MaxHeight. Standard sind derzeit 4096 Pixel, ältere Softwareversionen benutzen meist 2048 Pixel. Capabilities: MaxWidth, MaxHeight

Die meisten GIS-Systeme versuchen, um beim Drucken auf die üblichen 300 DPI zu kommen, die Grafik in dreifacher Größe abzurufen und danach die Bildausdehnung anzupassen bzw. umzurechnen. Aufgrund der Beschränkungen des Geodatendienstes scheitert diese Abfrage. Das GIS-System muss also eine entsprechende Logik vorhalten, welche diese Besonderheiten berücksichtigt (kachelweise Abfrage). Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an den Softwareanbieter. Ggf. gibt es entsprechende Konfigurationsmöglichkeiten, Funktionen, Zusatzmodule oder Erweiterungen.

Im Geoportal Sachsenatlas ist eine entsprechende Funktionalität umgesetzt. Die Druckfunktion kann PDF-Dateien bis zur Größe DIN A 1 erzeugen. Luftbilder, Flurstücke und Höheninformationen sowie weitere fast 300 Kartendienste stehen hier zur Verfügung. Auch andere externe WMS- und WMTS-Dienste können verwendet werden.

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